Sie fragen mich nach Dir.

Sie fragen mich nach Dir, wenn sie mich sehen. Wie es Dir so geht und wie Du Dich entwickelst. Und während meine Lippen stets das Wort „prächtig“ formen, stelle ich mir dieselbe Frage.

Jedes Mal, wenn Du wieder weg bist und ich die Trümmer der Tage aufräume, wird mir so unsagbar schwer ums Herz. Du fehlst mir. So sehr.

Die Kollision von Vergangenheit und Gegenwart (immer der letzte Tag des Sommers).

Neben meinem Bett liegt ein Buch, es liegt dort seit Jahren. Ab und an lese ich ein wenig darin, lese mir grinsend verrückte Statistiken über Nautik und die Meereswelt durch. Auf der ersten Seite hast Du mir geschrieben: »Ein bisschen Sehnsucht für einen besonderen Freund.« Darum ging es doch immer bei uns, oder? Sehnsucht. Ich hörte dir zu, quetschte Dich aus und lauschte Dir, wie Du mit leuchtenden Augen von fremden Häfen und großen Schiffen erzähltest. Du bohrtest immer tiefer und lauschtest mir gebannt, wenn ich von meinen Hoffnungen und Träumen und meiner Gefühlswelt sprach. Es blieb nicht viel von all den Jahren. Unter anderem dieses Buch. Und das Foto von uns, das bei mir im Flur hängt. Darauf sitzen wir beide Arm in Arm auf dem beigen Sofa bei Deinen Eltern.

Du fehlst mir. Ich sehe mich in Gedanken auf Deinem Beifahrersitz, die Sonne scheint uns ins Gesicht und wir tragen Sonnenbrillen. Die Fenster runter- und das Radio aufgedreht. Fuck the world und schöne Grüße an den Rest der Welt. Aus den Boxen schallt „Want you bad“ von The Offspring, Dein linker Arm hängt aus dem Seitenfenster und schlägt die Drumfill gegen die Außenseite der Tür, während Du uns mit der rechten lenkend durch die Straßen manövrierst. Der Song verhallt, Du sagst „Play it again, Sam!“ Ich drücke auf Repeat und gröhlend rollen wir durch die Straßen der Innenstadt: „I want you all tatooed. I want you bad.“ Es ist immer der letzte Tag des Sommers.
Jedes Mal, wenn ich durch unser Dorf gehe und in unsere Straße einbiege, in der Du 16 Jahre lang meine Nachbarin warst, komme in am Spielplatz vorbei. An dem Spielplatz, auf dessen Rutsche ein paar Verblendete Hakenkreuze geschmiert haben. Wir kamen gerade aus der Schule, fuhren ausnahmsweise im selben Bus. Du nahmst Deinen Edding aus der Tasche und hast die Schmierereien durchgestrichen. In den Jahren sind die Kreuze durch die Sonne verblichen, die leeren durchgestrichenen Kreise sind noch immer da zu sehen. Dabei ist das nun schon 15 Jahre her. Der letzte Tag des Sommers.
Ich erinnere mich lächelnd an das Seven of Nine Poster, das Du mir damals geschenkt hattest und das an meinem Schrank hing, bis ich es meiner damaligen Freundin zuliebe abgenommen habe. Ob Deine Wohnung wohl heute aussieht, wie damals Dein Zimmer? Mit Star Trek Miniaturen allüberall und einem Meerschweinkäfig in der Ecke? Du fehlst. Ich würde mich an die Küste stellen und eine Flaschenpost ins Wasser werfen, wenn es helfen würde.

»Hab Dich schon lang nicht mehr gesehen –
doch kommt es mir genauso vor als ob es gestern wär,
als wir jung waren, groß und stark und so verschworen.
Wann hat Dein Lotse Dich denn bloß verloren?«

(Lotto King Karl, „Schlaflied“)

Meine Gedanken drehen sich immer wieder darum, wo Du wohl heute bist und wie es Dir geht.
Das letzte Mal, dass wir uns sprachen, war am Telefon, im Januar vor ziemlich genau sechs Jahren. Ich wollte Dich zur Taufe meiner Tochter einladen, Du konntest aber nicht kommen, weil Du zu dem Zeitpunkt auf den sieben Weltmeeren unterwegs warst. Das letzte Mal, dass wir uns sahen, war ein halbes Jahr zuvor. Du kamst gerade vom Hafen zurück in unser Dorf und wir fuhren zusammen ein wenig was trinken. Du erzähltest mir, dass nach allem, was Du nun schon gesehen und probiert hattest, doch nichts über ein gutes, kühles Becks aus der Flasche ging. Am selben Abend gabst Du mir noch ein Souvenir, dass Du mir aus Shanghai – einer Stadt, die ich nur aus Piratenfilmen und vom Namen kannte – mitgebracht hattest. Es war September, der letzte Tag des Sommers.

»Wie haben wir uns verloren?
Weißt du noch, wann?«

(Ton, „Sommer“)

Was ist passiert? Ich kann es mir bis heute nicht erklären. Ich versuche es zu verstehen. Plötzlich warst Du weg. Vor zwei Jahren warf ich eine Weihnachtskarte für Dich bei Deinen Eltern ein, mit meiner Handynummer. Es kam keine Antwort. Ein halbes Jahr später schrieb ich Deine damals beste Freundin (die sicher noch immer Kontakt zu Dir hat) an, und fragte sie, wie ich mit Dir Kontakt aufnehmen könne. Sie hat es gelesen aber nicht geantwortet.
Letztes Jahr sagte mir jemand, den wir beide kennen (und die immer wieder Thema unserer Gespräche war), dass sie mit Deinen Eltern gesprochen habe und Du jetzt wohl in Norwegen leben sollst. Norwegen also. „Ich dachte, das interessiert Dich vielleicht.“ Ja, tat es. Klingt gut und passt zu Dir. Wie gern würde ich von Dir hören, erfahren wie es dort ist. Du fehlst.

Ich muss zugeben: Als ich gestern Abend mit Rotwein und wundem Herzen Dein Buch in der Hand hielt und die beiden „Song“-Texte las, die ich für Dich schrieb, kam ich nicht umhin, ein x-tes Mal in den letzten Jahren nach Dir zu googeln. Ich fand eine Anzeige aus diesem Monat. Jemand mit Deinem Vor- und Nachnamen suchte einen Nachmieter für eine Wohnung in der Stadt, in der Du damals wohntest. Ich weiß nicht: Könntest Du das sein? Wäre das die Möglichkeit? Wie groß könnte schon die Chance sein, dass jemand noch jemand mit Deiner Vor- und Nachnamenkombination in dieser Stadt lebt, die gerade Mal etwas mehr als 9.000 Einwohner zu verzeichnen hat? Ich kopierte die Nummer in mein Handy und schaute mir bei Whatsapp das Profilbild an. Jemand von hinten. Könntest Du sein. Könnte jeder sein. Aber wie groß ist die Chance, dass jemand mit Deiner Vor- und Nachnamenkombination UND roten Haaren in dieser Stadt wohnt.
Aber halt – Du wohnst doch in Norwegen, oder? Solltest Du vielleicht zurückgekommen sein? Warst Du gar nicht fort? Wahrscheinlich bist Du es gar nicht. Könnte jeder sein. Du fehlst.

Im Hintergrund läuft gerade „Want you bad“. Natürlich. Wie gerne säße ich neben Dir im Auto, Fenster runtergekurbelt, nur um noch einmal den letzten Tag des Sommers zu erleben. Wir würden vielleicht zum Hafen fahren und großen Schiffen hinterherschauen. Du mit einem Becks in der Hand und ich mit einer eiskalten Cola. Wir würden erzählen, was die letzten Jahre so passiert ist und Du könntest mir von Deinen Reisen berichten. Ein letztes Mal von Dir umarmt werden. Weil Du mir fehlst.
Ich habe noch immer das Foto, was Du mir damals geschenkt hast: Du stehst an Deck, im strömenden Regen. Damals warst Du noch Anwärterin. Mittlerweile bist Du wohl schon längst Kapitänin.
„Ein bisschen Sehnsucht für einen besonderen Freund.“ Ja, die habe ich. Nach einer besonderen Freundin.
Klar könnte man sagen, ich bräuchte doch nur einfach mal die Nummer anrufen und fragen, ob Du es bist. Ich könnte auch einfach rübergehen, zu Deinen Eltern, mit denen ich mich gut verstand und nach Dir fragen. Es wäre ein leichtes. Doch neben all dem Fehlen, dem Vermissen und der Sehnsucht ist da auch immer noch die Angst: Vor dem Ungewissen, was auch immer dazu führte, dass Du jetzt da und ich hier bin, mit sieben Weltmeeren zwischen uns.
Du fehlst mir, so wie der letzte Tag des Sommers. Ich bin bis heute froh darüber und stolz darauf, ein „besonderer Freund“ gewesen zu sein.

Abschließen kann ich eigentlich nur mit einem Zitat aus einem Film, den wir beide mögen: „Ich war es und werde es immer sein: Ihr Freund.“

Gute Reise und Schiff ahoi – und falls irgendwann mal eine Flaschenpost vorbeischwimmt, dann fische sie doch bitte aus dem Wasser. Sie könnte von mir sein.

Das Fehlen der Luft am Ende der Sätze.

Die Münder sind längst trocken und zerredet. Es wurden Gedanken geteilt und Ansichten dargelegt; wie Pantomimen wurden Hände gewedelt, Augenbrauen hochgezogen und Köpfe geschüttelt, bis es verdächtig im Genick knackte. Soviel Übereinstimmung, soviel Die-Dinge-Anders-Sehen. Und dennoch bleibt der Stand, der seit so vielen Monaten steht.
Und dann der Moment mit den Karten auf den Tisch; die Situation vom Kind und seinen Namen: Doch scheinbar sind die Arme und Augenbrauen und Köpfe längst taub vom wedeln, hochziehen, schütteln. Und am Ende der Sätze bleibt nicht einmal genug Luft in der Lunge, um auch nur Ansätze grob zu zeichnen und das Zurechtgelegte wiederzugeben.
Also macht man das, was man kann (was man unter Umständen am Besten kann) und greift – völlig oldschoolig – zum Stift und blutet Tinte aufs Papier.

Eine handvoll Jugendliche im Schwarzen Sommer sechsundneunzig.

Das LIcht fällt durch die dreckigen Fensterscheiben auf die an der Wand hängenden Puzzle. Ein Miniaturmodell des Millenium Falcon wirft Schatten auf den Teppich. Es ist Spätherbst ’96 und ich sitze hier auf dem alten, ausgesessenen grauen Sofa. Vor mir liegt das Kartefakt, eine Zeitschrift, die es schon lange nicht mehr gibt. Irgendjemand hat die Seite mit den aktuellen Preislisten aufgeschlagen, ich selbst mische mir seit gefühlten zehn Minuten die Finger wund, während ich das Spiel zwischen Butze und Mendel beobachte. Irgendjemand hat meinen Ordner auf dem Schoß und blättert ein wenig lustlos darin herum. Immer wieder werfe ich einen Seitenblick, nur um sicherzugehen, dass mir keine Karte gestohlen wird. Das Spiel am Tisch nähert sich dem Ende, bei der nächsten Runde bin ich dabei. Bis dahin: Beobachten und weitermischen. Butze legt den nächsten Mahamoti-Dschinn (oder „Motte“ wie sein Spitzname seit frühesten Jahren lautet) und hat das Spiel im Sack. Von links wird Interesse an einer meiner Karten bekundet. Ich beuge mich nach vorne und überprüfe den „aktuellen“ Preis, verschiebe einen etwaigen Tausch auf später. Jetzt kommt erstmal mein Moment: Ein letztes Mal mischen. Den Würfel auf „20“ drehen. Abheben. Sieben Karten ziehen. Anschauen, grinsen und los geht es…


Das alles ist so endlos lange her, es liegt so unglaublich lange zurück. Jüngst kam ich wieder von einem Turnier; es lief mittelprächtig, aber hat Spaß gemacht. Ich unterhielt mich mit einem anderen Spieler, geschätztes Alter Ende 40. Er selbst hatte genau wie ich sechs, sieben Jahre mit dem Spiel pausiert. Nun saß er mit mir an diesem kleinen Tisch, mit sovielen anderen Spielern. „Es ist doch so,“ sagte er und zog dabei eine neue Hand, während ich noch am Mischen war, „man hört doch nie wirklich auf mit dem Spiel. Man macht eine Pause – der eine kürzer, der andere etwas länger -, aber aufhören?“ Er schüttelte den Kopf.

Immer wieder treffe ich Spieler, die irgendwann einmal „aufgehört“ haben – eigentlich trifft das auf fast jeden Spieler zu, der ein paar Jahre dabei war. Aber es ist verrückt: Sie alle kommen wieder. Irgendwann werden sie die Karten wieder aus dem Keller holen; sie werden wieder kleine eingeschweißte Tütchen öffnen, sie werden wieder an diesen Tischen sitzen und sie werden das tun, was sie im Grunde am Liebsten tun: Die Karten mischen. Die Karten mischen, während sie sich mit anderen unterhalten. Die Karten mischen, während sie anderen beim Spielen zusehen. Die Karten mischen, während sie auf ihren eigenen Einsatz warten.

Ich habe noch immer meine ersten Karten – zumindest jene, die nicht im Laufe der Zeit vertauscht wurden. Die Ecken sind angestoßen, sie haben Knicke und Fettflecke. Kein Schwein würde sie für diese ersten Karten interessieren (Mirage auf deutsch), nicht in diesem Zustand. Aber das ist auch egal. Warum sollte ich sie hergeben? Diese allerersten Karten, die ich je besaß, sind in diesem Jahr 18 Jahre alt geworden. Volljährig. Immer wieder, bei sovielen Dingen, stelle ich fest, wie alt ich geworden bin. Auch hier: 18 Jahre. Unglaublich.
Und wieder einmal denke ich an den vierzehnjährigen Jungen, der mitten im Stimmbruch steckte und (gemeinsam mit seinen Freunden) eine neue Leidenschaft für sich entdeckt hatte. Eigentlich ist es Wahnsinn gewesen: Man vertraute auf Kartenpreise aus einem im besten Falle zwei Monate alten Printmedium, während ich mich heute an den aktuellen Tagespreisen orientiere. Meine Decks teste ich am Computer, bevor ich mir die benötigten Karten im Internet kaufe und dann das Deck zusammenbaue. Es gibt keine Combo, keinen Trick, keinen Kniff, den ich nicht im Internet nachlesen kann. Das ganze Rätsel dieses komplizierten Spieles liegt vollkommen gelöst vor mir, ich kann darin lesen wie in einem offenen Buch. Und mein Rucksack? Der steht schon gepackt in der Ecke, für das nächste Turnier.

Und dennoch: WIe sehr wünsche ich mich zurück in das Jahr 1996; zurück in den Herbst, der auf einen Sommer folgte, der in der Geschichte des Spiels als „Schwarzer Sommer“ eingehen sollte. Booster öffnen, als gäbe es nichts Wichtigeres und nichts Besseres auf der ganzen Welt. Karten ertauschen und sich an zweifelhaften Preislisten orientieren. Salzstangen futtern und sich über die Regeln streiten. Auf diesem alten, ausgesessenen Sofa sitzen, in die Vertiefung rutschen und anderen beim Spielen zuschauen, während man sich selbst die Finger blutig mischt. Oh mein Gott, wie geil wäre es? Noch einmal da sitzen, auf diesem Sofa und die muffige Luft in Butzes Keller atmen.

Zwischen São Paulo und Amsterdam geht soviel verloren.

Ich habe all die Dinge so selten verstanden.
Es wird kälter und wie könnte man diese Jahreszeit nicht lieben? Der Wind weht die Blätter über die Straßen und man vergräbt den Kopf zwischen den Schultern und klappt den Kragen hoch. Ich liebe diese Spaziergänge, ich liebe den Klang meiner Schuhe auf dem Asphalt und den Klang all der unvergesslichen Songs in meinen Ohren und in meinem Kopf. Noch mehr Piano bitte. Und wo bleiben die Streicher? Wein ist meine Jacke.

Wie oft habe ich es schon im Scherz gesagt,wenn ich mal wieder über Gliederschmerzen und ähnliche Wehwehchen klagte: Getting older is not for pussies. Nein. Nein, das ist es wirklich nicht.
Wer kann mir erklären, wie das hier funktioniert? Warum laufen die Dinge so, wie sie laufen? Der größte Trick, den der Teufel je hatte, ist, dass er die Welt hat glauben lassen, dass es ihn nicht gibt.
Immer wieder denkt man an all diese Momente, freudentrunken und unsterblich, wie man war. An all diese wunderbaren Menschen, die man kennenlernen durfte und die einem immer wieder mal fehlen. All die vergebenen Chancen und all die verlorenen Schlachten um die wirklich wichtigen Dinge. Diese Tage, an denen man geweint hat vor Glück und lachend Arm in Arm durch die Städte dieser Republik zog. Ob sich der Staub an meine Fußabdrücke erinnert, nach all den Jahren?

Soviel fehlt. Ja, ich weiß, irgendwas fehlt immer und irgendwie fühle ich mich nie komplett. Ja, ja, schon klar, ich keine meine Schwächen. Alles, was man will, ist nach vorne stolpern und in Arme fallen. Es gibt soviele Geschichten zu erzählen, soviele Pointen zu versauen, soviel Zeit nachzuholen.
Ich sollte mich wirklich mal wieder mit Anne treffen, in Bremen oder Berlin. Irgendwo was starten. Ich sollte mal nach Österreich fahren und Sarah endlich mal wiedertreffen und fest an mich drücken und diesen komischen Wiener Kaffee trinken. Es wird Zeit, Butze mal wieder zu treffen und über all die alten Jahre zu schwadronieren und zu lachen und zu philosophieren, als wäre es nicht so ewig her und noch keine grauen Haare auf unserem Kopf zu finden. Den Abend mit Löner durchtrinken und feststellen, dass er einfach die bessere Hälfte meiner Selbst ist. Den Zivi im Kniffel schlagen, wie in den besten Jahren, und ihn mit seinem Musikhalbwissen aufziehen. Ob Robert wohl noch immer so miese Tags sprayen würde wie damals, als wir noch jung und dumm waren?
Warum habe ich es nie geschafft, mich mit Christin auf einen Kaffee und einen Spaziergang durch ihre Stadt zu treffen?

Und wieder einmal starre ich das Bild von Jenny und mir auf ihrem Sofa sitzend an, das an meiner Wand hängt. Ich mit langen Locken und dem Tomteshirt, dass bei irgendeinem Umzug verloren ging. Und wieder einmal frage ich mich, was damals passiert ist, das wir uns verloren? Und wieder einmal denke ich daran, wie sehr sie mir fehlt. Sie und soviele andere, die mich begleiteten. Die es schafften, mich trotz meiner Launigkeit, meiner schlechten Witze und meiner Melancholie zu ertragen.

Warum presst mir „My Darling“ von Rosenfels noch immer. nach all den Jahren, Wasser in die rot-geäderten Augen? Warum muss ich immer haben wollen, was ich nicht haben kann? Und warum, zum Henker, ist die Melancholie immer noch und immer wieder und immer schon ein gottverdammter Bestandteil meines Lebens. Auf Euch, all Ihr Seelen, die mir während des Schreibens durch den Kopf gingen wie ein ’06er Merlot.

Classics II: „Weise Worte, alter Mann.“

Würde ich jene, die meine alten Blogs kennen, fragen, welcher mein bester Eintrag und/oder Text sei, so würde es sicher einige unterschiedliche Antworten geben. Ich denke, meine Antwort wäre: „Weise Worte, alter Mann.“ Kurz und knackig, auf den Punkt gebracht und nicht vollkommen mies geschrieben…
Die Erstveröffentlichung war am 30.08.2006.
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Classics I: „Manche Tage.“

Der folgende Text erschien erstmal am 10.09.2006 in einem meiner Blogs. Ich erntete unverschämt viel Applaus dafür, sowohl in den Kommentaren als auch in den eMails, die ich erhielt. Ich persönlich mag den Text noch heute, auch wenn ich ihn nicht für vollkommen gelungen halte. Ich würde heute hier und da etwas verändern, verfeinern. Aber dennoch, hier in ungekürzter, unveränderter Form: Manche Tage. Weiterlesen